Die Fortsetzung findet
sich unten in der Mitte mit (4) der
Beschneidung und der Namengebung des Johannes. Das Bild darüber, also
ganz in der Mitte (5), fällt aus dem
Rahmen: Diesem liegt keine konkrete biblische Geschichte zugrunde;
vielmehr handelt es sich um eine Vision: Johannes (in der Wüste) ist
einmal, in die Bibel vertieft, groß und dreimal klein dargestellt;
nämlich als Beter, als Prediger und bei seiner Enthauptung. Ganz oben in der Mitte (6)
predigt Johannes dem Volk, und links daneben (7) ermahnt er den König Herodes seiner nicht
rechtmäßigen Ehe wegen. Dafür wird er - Bild darunter (8) ins Gefängnis geworfen. Das letzte Bild,
ganz unten links (9) besiegelt sein Ende: Die Tochter der Herodias, der
Frau des Herodes wird zum Solotanz aufgefordert und erhält zur
Belohnung ein Geschenk: das Haupt des Johannes.
1. Ankündigung der Geburt des Täufers 6.
Predigt des Johannes
2. Maria und Elisabeth
7. Johannes vor Herodes
3. Geburt des Johannes
8.
Johannes im Gefängnis
4. Beschneidung und Namengebung
9. Tanz der Tochter der Herodias
5. Johannes in der Wüste
Die rechte Seite
Die Christusfolge
beginnt unten links (1): Ankündigung seiner Geburt; darüber (2) Maria und Joseph mit
dem
Kind im Stall von Bethlehem. Ganz oben (3)
ist die Anbetung der hl. drei Könige zu sehen. Von dort springt die
Folge oben in die Mitte (4): Anbetung
durch Simeon (das Kind, das Simeon auf seinen Händen trug, ist nicht
mehr vorhanden).
Darunter, wieder genau in der Mitte (5), greift der Altar mit dem Abendmahl
schon das Thema "Passion" auf, um es nicht wieder zu verlassen. Es
folgen,
eins tiefer, (6) das Gebet Jesu im Garten
Gethsemane; dann, rechts unten (7),
der Verrat durch Judas; darüber (8)
die Geißelung und
die (9) Dornenkrönung.
1. Ankündigung der Geburt Jesu
5.
Abendmal
2. Maria und Joseph mit dem Kinde
6. Gethsemane
3. Hl. Drei Könige
7.
Verrat
4. Simeon
8. Geißelung
9. Dornenkrönung
Der
Mittelteil
Der Mittelteil
zeigt
die Kreuzigung Jesu. In der oberen Bildzone ist Christus inmitten der
beiden
Schächer nach den Bericht des Lukasevangeliums dargestellt. Während
dem linken - sein Gesicht ist abgewandt von Jesus - die Augen verbunden
sind,
blickt der rechte zu ihm auf. So hat der Künstler zum Ausdruck
gebracht,
daß der eine, ein Lästerer, selbst noch in seiner Todesstunde
blind bleibt für den Herrn. Der andere hingegen bekennt sich zu seiner
Schuld und bittet: "Denke an mich, wenn du in dein Reich kommst." Jesus
antwortet
ihm: "Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein." Alle drei
Gekreuzigten
- auch der linke Schächer - sind von Engeln umgeben - zum Zeichen
dafür, daß Jesus für alle Menschen gestorben ist.
In der unteren Zone sind das Volk, Soldaten und Priester zu sehen.
Die Gruppe der Frauen rechts unter dem Kreuz - für den Betrachter
ist das die rechte Seite - verkörpern die Trauer. Der legendäre
blinde Longinus steht dahinter. Er hatte die Aufgabe, durch einen
Lanzenstich
(die Lanze ist auf dieser Aufnahme nicht zu sehen) in die Seite Jesu
dessen
Tod festzustellen. Von die Flüssigkeit, die aus der Wunde tritt, sollen
Tropfen in seine Augen gelangt sein, wodurch er sein sein Augenlicht
wieder erhalten habe. Auf der anderen Seite ist der römische Hauptmann
dargestellt, der zum Gekreuzigten aufzeigt und die Worte spricht:
"Wahrlich dieser
ist Gottes Sohn gewesen."