Die Ansicht des mittelalterlichen Ortsplans (Nachzeichnung) wird in oft in die Zeit um 1350 datiert. Sie muss aber jünger sein; denn der hohe Kirchturm ist erst im 15. Jahrhundert errichtet worden.
Man sieht an der Nordseite der Stiftskirche das Stiftsgebäude mit dem Kreuzgang.
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Wo sich derzeit die Hedwig-Dornbusch-Schule befindet, stand im Mittelalter die Pfarrkirche St. Marien (nach 1500 verfallen). Sie war das Gotteshaus der Gemeinde. Das Stift ist ferner umgeben u.a. von mehreren Kapellen, von Kurien (Wohnungen der Stiftsdamen), von drei Pfarrhäusern (den sog. Hebdomadarien, von Hebdomadar = Wochenherr, Geistlicher, der in der ihm zugewiesenen Woche den Gottesdienst zu halten hatte).
Jenseits des Johannisbachs ist noch die "kerke-over-diek" zu sehen, die noch älter war als die Stiftskirche. Sie wurde im 17. Jahrhundert den katholischen Stiftsdamen übergeben, die sie jedoch abtragen und eine größere Kirche (heutige Neuapostolische Kirche an der Westerfeldstraße) errichten ließen. Das Bild zeigt den Innenraum dieser Kirche um 1900, als sie noch das Gotteshaus der Schildescher katholischen Gemeinde war.
Zu sehen ist die turmlose Stiftskirche um 1860. Der hohe mittelalterliche Turm war 1811 eingestürzt und bis zur Errichtung des jetzigen Turms sollte es noch bis 1869 dauern.
Das Photo zeigt einen Teil des Stiftsgebäudes, der erst 1914 abgerissen wurde.
Die Stiftskirche um 1900: Zu sehen sind noch ältere Bänke sowie eine Empore über den Bänken der Nordseite des Längsschiffes.
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Im
Fenster über dem Altar befand sich
bis in die Mitte der
1957 wurde die Stiftskirche grundlegend renoviert.
Dabei untersuchte
man
auch das Mauerwerk auf eventuell vorhandene Reste von Malereien und
fand
Ornamente in den Gewölben (1979/80 wurden solche auch an den Säulen
und in den Fenstern gefunden und ergänzt). Ebenso entdeckte man das
große Bild des hl. Christophorus auf der Südempore und konnte
es freilegen.
Nach der Auffassung der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden aber alle Einrichtungsgegenstände aus dem 19. Jahrhundert entfernt, darunter die Glasmalerei des Altarfensters mit der Taufe Jesu (s.o.) und die neugotische Kanzel. Der barocke Kanzeldeckel ist seitdem verschollen.
Um den Hochaltar stärker ins Blickfeld treten zu lassen, musste auch der kleine Altar in der Vierung, der auf den älteren Bildern noch gut zu sehen ist, weichen.
Die farbige Glasmalerei wurde 1957 durch Grauglas und in der Rosette durch farbiges Glas in Blau- und Rottönen ersetzt.