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Hospizarbeit

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Hospizgruppe der Ev.-luth. Stiftskirchengemeinde Schildesche


Wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe ausgebildeter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlichen Alters in der Stiftskirchengemeinde, die ausschließlich ehrenamtlich und kostenfrei arbeiten.

Was bieten wir an?

Wir begleiten Menschen im letzten Abschnitt ihres Lebens im Sinne der Hospizarbeit im Bereich der Gemeinde und in den zugehörigen Altenheimen (Jochen-Klepper-Haus, Altenheim an der Reegt).

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen Entlastung, Ermutigung, Unterstützung oder einfühlsame Begleitung brauchen, haben wir für Sie Zeit.

Wie sind wir erreichbar?

Hospizgruppe der Ev.-luth. Stiftskirchengemeinde Schildesche, Johannisstr. 13, 33611 Bielefeld

Auskunft erteilt: Marlies Hissbach  Tel.:   (0521) 886023

E-Mail: bi-kg-schildesche@kk-ekvw.de

Spendenkonto: Hospizgruppe der Ev.-luth. Stiftskirchengemeinde Schildesche,
Sparkasse Bielefeld, Konto-Nr.: 15365034 (BLZ 480 501 61)


Graphik

Seit Frühjahr 1994 gibt es in der Ev.-luth. Stiftskirchengemeinde Schildesche Hospizgruppen. Sie wurden von zwei Frauen aus der Gemeinde ins Leben gerufen. Ihre - ausschließlich ehrenamtlichen - Mitglieder begleiten Menschen, die alt, schwerkrank oder sterbend sind durch regelmäßige Besuche.

Hospizarbeit ist ohne Anleitung und regelmäßigen Austausch der Gruppenmitglieder nicht denkbar; denn guter Wille allein reicht nicht aus. Zur Vorbereitung dient das Modell "Sterbende begleiten - Seelsorge der Gemeinde" von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

Es genügt jedoch nicht, theoretisches Wissen zu vermitteln und zum Umgang mit Sterbenden anzuleiten. Vielmehr kommt es vor allem darauf an, dass jeder, der bei der Hospizarbeit mitmachen will, sich mit der eigenen Vergänglichkeit und dem eigenen Tod auseinandersetzt. Ohne existentiellen Bezug ist Hospizarbeit nicht möglich.

Man muss sich daher auch selber prüfen, ob man zu solch einer, ins Persönliche gehenden Beschäftigung bereit ist, ja, ob man sich dafür eignet. Wer selber in einer Lebenskrise steckt oder noch an einem Trauerfall im eigenen Umfeld zu tragen hat, ist besser beraten, in dieser Phase nicht in eine Hospizgruppe zu gehen.

Für die Mitglieder einer Hospizgruppe ist eine Vertrauensbasis untereinander unerlässlich. Da sie sich gegenseitig beraten und stärken müssen, haben sie sich einer strengen Schweigepflicht nach außen hin verpflichtet, und solange eine Gruppe besteht, bleibt sie geschlossen, ist also in der Regel für Quereinsteiger nicht geöffnet.

Die Hospizgruppe lädt aber auch zu thematischen Offenen Abenden ein, zu denen alle willkommen sind.

Wer Kranke und Sterbende besucht, muss sich davor hüten, positive Reaktionen einzufordern oder auch nur stillschweigend zu erwarten. Es gilt ja, sich dem Elend eines anderen auszusetzen, es mitzutragen, regelmäßig, vielleicht über einen langen Zeitraum hinweg. Das ist nicht einfach.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass die Gruppemitglieder miteinander im Gespräch bleiben. Wie soll ich mich verhalten, wenn ich das Gefühl habe, zurückgewiesen oder abgelehnt zu werden? Wie halte ich Enttäuschungen aus, und wie halte ich die Begegnung mit dem Leiden durch? Deute ich die Signale des anderen richtig und gehe ich angemessen auf sie ein? Erkenne ich, was er will und was er nicht will? Habe ich ein Gespür für das rechte Verhältnis von Nähe und notwendiger Distanz, um einen hinfälligen Menschen in seiner Selbstachtung zu bestärken? Es gibt da manche Unsicherheit. Die Erfahrung der anderen, ihre Sichtweise und Einschätzung der Situationen sind da hilfreich.

Wer sich der Aufgabe stellt, Kranke, Alte und Sterbende zu begleiten, steht jedoch nicht nur vor einem Berg von Problemen. Diese werden aufgewogen durch die Erfahrung, wie sehr man selber durch diese Arbeit bereichert werden kann. Es lässt sich sogar Lebensfreude daraus schöpfen.